Verfasst von Ilse Österreicher
Am 26.Juni 2003 um 20.00 Uhr starteten wir mit einem voll gepackten Bus und dem Domstädterbüsschen mit Anhänger gegen England.
Nach einer kurzen Pause auf der letzten Raststätte in Deutschland deckten wir uns nochmals mit Proviant ein. Gegen 3 Uhr Nacht erreichten wir dann den Eurotunnel, fuhren in einer Art Metallcontainer-Eisenbahnwaggon mit Fenstern und dann ging es los. Der Bus schaukelte (nicht wegen der Wellen) sondern wegen der Geschwindigkeit des Zuges und durch kleine Fenster konnte man in den Tunnel schauen. Nach einer halben Stunde waren wir in England und fuhren weiter zu unserem Zielort Portsmouth, den wir um 7 Uhr erreichten. Aber wir mußten ja die Uhren eine Stunde zurückstellen und da war es dann erst 6 Uhr Ortszeit. Das Hotel konnten wir um die Zeit noch nicht beziehen, also gingen wir leicht übermüdet auf Besichtigungstour und versuchten etwas zu essen zu finden. Ein Mac Donald hatte dann mit uns Erbarmen und ließ uns etwas früher in das Lokal, unter der Auflage aber noch leise zu sein. Wer die Domstädter kennt, weiss dass dies sehr schwer ist.
Dann ging's langsam zum Hotel und wir konnten die Zimmerchen beziehen, auspacken, uns frisch machen und dann ging es um 14.00 Uhr in die Kaserne zum Marschieren bis 16.30 Uhr. Überflüssiger Weise fing es auch etwas zu regnen an und es gab wegen Samstag dann schon Befürchtungen. Danach hatten wir Freizeit und um 20.30 Uhr ging es zu einem gemeinsamen Beisammensein in die Kaserne. Da alle sehr müde und aufgeregt waren, wurde der Abend nicht lang, um 22.30 Uhr fuhren wir bereits wieder ins Hotel.
Und dann näherte sich unser großer Tag. Um 11.00 Uhr waren wir in der Kaserne und dann aufstellen, Stillgestanden, und dann standen wir und standen wir und standen. Der Offizier, der die Inspektion machen sollte, hatte uns vergessen und war schon am Veranstaltungsplatz, dem Guildhall Square. Wir also im Laufmarsch dorthin und dort marschierten wir formvollendet ein. Wie jetzt schon so oft, waren die Domis auf den Punkt perfekt. Wir lieferten eine schöne, farbenfrohe Show, die durch unsere Bootdarstellung mit den Fahnen einen schönen Abschluß bildete. Danach wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Um 13.00 Uhr begann dann der konzertante Teil, den wir eröffneten. Als erstes spielten wir die Englische und die Deutsche Nationalhymne und dann unser vorbereitetes Programm. Um 17.00 Uhr war dann der Schlußauftritt mit einigen Orchestern und den Dudelsäcken. Danach wurden wie Preise verteilt und wir bekamen als ausländisches Orchester einen Ehrenpreis.
Man billigte uns wieder etwas Freizeit zu und abends ging es zur Fete Karneval in Köln. Wir spielten "was das Zeug hielt" und das Publikum hatte viel Spaß und war begeistert. Um 23.00 Uhr war dort Feierabend und feiern angesagt.
Dann war schon wieder fast alles vorbei. Sonntagfrüh Kofferpacken, auschecken, Abfahrt um 10.30 zum Hafen mit Besichtigung und Hafenrundfahrt. Da wurden uns alle Kriegsschiffe erklärt, wie groß, schwer wieviel Flugzeuge oder Hubschrauber darauf passen, wieviel Landungsfahrzeuge und Panzer. Vom Schiff ging es in ein Restaurant zum Mittagessen. Man hatte sich sehr viel Mühe mit dem Buffet gegeben. Danach gaben wir vor dem Lokal noch ein Konzert bei strahlendem Sonnenschein. Viele ältere Leute kamen zu mir fragten, von wo wir sind und saagten, dass ihnen unser Spiel am Samstag gut gefallen hat. Viele bedankten sich für die schöne Stunde am Hafen.
Um 16.30 Uhr ging es dann zur Besichtigung und Rundfahrt nach London, zu den Sehenswürdigkeiten wie dem Schloß von der Königin, die auch zu Hause war, aber für uns keine Zeit hatte. In der Nähe vom Trafalger-Square hatte unser Busfahrer die Möglichkeit zu parken und wir hatten 2 Stunden "Freigang" bevor es dann endgültig in Richtung Heimat ging. Um Mitternacht konnte Regina gleich zweimal Geburtstag feiern, nach englischer Zeit und nach deutscher Zeit und ein Anstoßen im Eurotunnel hat ja auch nicht jeder.
Um 6.00 früh sind wir dann wieder gut in Köln gelandet und ich kann nur sagen, wir haben den besten Busfahrer, den es gibt und ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken und ich glaube auch im Namen aller Domstädter zu sprechen.